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Karuzo

Auf dem relativ guten Weg..

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1

Dienstag, 19. Mai 2015, 12:21

Peter Singer - Behinderte Babys haben kein Leberecht !

Hallo liebe Forengemeinde,

Ich habe hier eine Information gefunden, die mich ziemlich beunruhigt. Ein Mann der für den
Tierschutz arbeitet, spricht das Lebensrecht von behinderten Babys ab ! * Hier der Artikel auf Welt.de *

Also meiner Meinung nach, gibt es echt behinderte Menschen, die wahrscheinlich gar nicht wissen das sie Leben bzw quälen sich durchs Leben
und haben es nicht Leicht aber dennoch finde ich es unter aller Sau, das dieser Mann kein Lebewesen, nur weil es eine Behinderung hat, eine chance
zu geben ! Ich finde gut, das er sich für die Tiere einsetzt, aber denn sollte er es auch dabei lassen..
Was ist eure Meinung dazu ?

Liebe Grüße,
Karuzo

Mottenseiltanz

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2

Dienstag, 19. Mai 2015, 19:47

Meine Meinung ist, dass jeder Mensch selbst beurteilen kann, ob sein Leben lebenswert ist. Und NIEMAND sonst. Da mache ich keine einzige Ausnahme. Wie will sich jemand anmaßen, die Lebensqualität einer anderen Person zu be- (oder ver-?) urteilen?
Was ich von Peter Singer halte, ist damit schätzungsweise klar. Euthanasie hatten wir in diesem Land schon mal, kein Bedarf.
Signatur von »Mottenseiltanz«
... und statt Haaren wachsen mir wunderbare Flausen aus dem Kopf...
*girl7*

Eni

Auf wackligen Beinen stehendes Stehaufweibchen

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3

Dienstag, 19. Mai 2015, 20:13

:cursing: was für ein A*LOCH , tschuldigung mit welchem Recht nimmt sich dieser Mensch so etwas heraus!!!!!!! Er hat Angst das seine Krankenversicherungsbeiträge ansteigen!!!!!

Unfassbar, der Kerl hat Frau und Kinder......... für solche oder ähnlichen Aussagen bekommen andere was aberkannt ect widerlich. Der Typ soll sich um sein Gebiet kümmern und nicht da er keine Ahnung hat.
Signatur von »Eni« Liebe Grüße,
Eni
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Versuche nie, das Wesen eine Menschen danach zu beurteilen, was in Erscheinung tritt.
Halte nie eines seiner Worte oder einer seiner Handlungen für ein Zeichen seiner Gesinnung.
Es könnte sein, dass derjenige, den du nicht verstehst, Mühe hat sich auszudrücken
oder verständlich zu machen.

Khalil Gibran

Julchene

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4

Dienstag, 19. Mai 2015, 20:15

Der gute alte Peter Singer...muss ich zu meiner Matura können...

Er wird oft in den Zusammenhang mit der Euthanasie gebracht...hauptsächlich durch die Übersetzung. "life not worth living" wurde zu lebensunwertem Leben...und das wird natürlich sehr stark mit der NS-Zeit assoziiert.
Ich habe damals mit meiner Lehrerin diskutiert, dass wir ja nicht wissen können, wie es geistig behinderten Kindern mit ihrer Behinderung geht.

Was für uns unerklärlich scheint, betrachtet Singer auf der Ebene der teleologischen Philosophie (Handlungen werden nach Handlung, Zweck, Ziel beurteilt - im Prinzip egal wie diese erreicht werden) und er ist Utilitarist - d.h. größtmöglicher Nutzen für die größtmögliche Menge.

Er geht davon aus, dass ein behindertes Kind mehr Belastung für die betreffende Familie und Verwandte darstellen könnte, als eine mögliche Abtreibung.

"die Grundvorraussetzung, dass ein Leben ohne Behinderung besser ist, als ein Leben mit Behinderung"

Das ist der Abschnitt, den ich für ziemlich fragwürdig halte, weil wir eben nicht wissen, wie das Leben für behinderte Kinder ist und über den ich zu diskutieren begonnen habe, den an dieser Stelle verstehe ich seine Theorie nicht...

Für Tiere setzt er sich ein, weil er der Ansicht ist, dass man der Spezies Mensch nicht eine Sonderrolle zuschreiben kann, die über alle anderen Arten steht, denn wenn man einem Tier Schmerz zufügt, dann ist der Schmerz, den das Tier verspürt genauso schlimm, wie wenn man ihn einem Menschen zufügt.

Ein Baby entwickelt sein Bewusstsein vermutlich erst zwischen der 18- und 25. Schwangerschaftswoche und zuvor spricht er Tieren mehr Lebenswert zu (wegen des Bewusstseins) als dem Fötus. Denn Tiere haben Bewusstsein und sind leidensfähig.
Er versteht nicht, wie wir Tiere schlachten können, aber ein Schwangerschaftsabbruch für viele ein Problem darstellt.

Deshalb setzt er sich für Tiere ein und ist zugleich für die Abtreibung (in Extremfällen sogar Tötung) behinderter Kinder.

Ich hoffe, ich konnte das jetzt etwas verdeutlichen, was hinter seinen Ansätzen steckt :)

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Biestig (20. Mai 2015, 11:07)

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Dienstag, 19. Mai 2015, 20:46

...Wenn es danach geht, kann man selbst dazu gelangen, die Abtreibung nach dem 9. Schwangerschaftsmonat zu befürworten (Kind töten, wenn es bereits auf der Welt ist).
Warum? Weil Tiere so etwas auch machen. Sie töten auch ihren Nachwuchs, aktiv durch entsprechende Handlungen oder passiv durch Unterlassen der Versorgung, wenn sie riechen, dass mit ihm gesundheitlich etwas nicht in Ordnung ist oder sie ihn nicht versorgen können.
Gab dort sogar mal eine Strömung innerhalb der Philosophie, die sich dafür begeistern konnte - ausgehend davon, dass der Mensch, wenn er auf die Welt kommt, im Prinzip ein Nesthocker ist und ohne die Zuwendung eines anderen Menschen nicht überleben würde.

...Ansonsten sollte man es wohl unter dem aktuellen Zeitgeist abheften.

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Biestig (20. Mai 2015, 11:09)

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Dienstag, 2. Juni 2015, 10:03

...Wenn es danach geht, kann man selbst dazu gelangen, die Abtreibung nach dem 9. Schwangerschaftsmonat zu befürworten (Kind töten, wenn es bereits auf der Welt ist).
Warum? Weil Tiere so etwas auch machen. Sie töten auch ihren Nachwuchs, aktiv durch entsprechende Handlungen oder passiv durch Unterlassen der Versorgung, wenn sie riechen, dass mit ihm gesundheitlich etwas nicht in Ordnung ist oder sie ihn nicht versorgen können.

Das ist aber ein naturalistischer Fehlschluss. Man darf niemals aus der Natur ableiten, was richtig (moralisch gut) sein soll.
Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch seine Vernunftbegabung und durch Ethik.


Aber zu Peter Singer:

http://hpd.de/node/11627

Ich empfehle die Lektüre dieses Artikels. Im geposteten "Welt"-Artikel werden Peter Singer und die Giordano-Bruno-Stiftung (in der ich Fördermitglied bin) kritisiert. Ich finde, man sollte die Gegenseite auch anhören.
Was die Debatte angeht, gibt es einige Missverständnisse. Auf der ganzen Welt wird Peter Singer für "linke" Positionen kritisiert, nur in Deutschland wird er auf einer Stufe mit Rechten gestellt.
Ich hoffe, dass hierdurch einiges klarer wird, denn der Mann hat in seinem ganzen Leben sich mehr für behinderte Menschen eingesetzt, als irgendein anderer Philosoph. :)

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