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Libellchen1965

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Sonntag, 28. Februar 2016, 10:50

Phytopharmakas

Hallo liebe Forengemeinde,
wollte mich hier noch mal kurz melden und mich für die vielen, tollen Ratschläge von Euch bedanken.
Habe vor einigen Tagen einen, wie ich finde, sehr guten Tipp von einem Forenmitglied bekommen, den ich allen Leidensgenossen hier mal mitteilen möchte.

Es geht um eine sanfte Ein und Durchschlafhilfe, ganz ohne Nebenwirkungen, da rein pflanzlich.

Ich selber kann und darf auch keine chemischen Schlafmittel nehmen, wegen den meist auftretenden bösen Nebenwirkungen.
Ihr könnt ja auch mal auf die empfohlene Seite: Medalin-forte. com gehen und Euch dort mal einlesen.

Ich finde diese Seite sehr hilfreich und auch aufschlussreich, alles gut erklärt und sehr informativ.


Dort findet Ihr auch sehr gut beschrieben, was Phytopharmakas überhaupt sind. :?: ( wusste ich vorher auch nicht ) :!:
Mich hat die Seite auf jeden Fall so beeindruckt und überzeugt, dass ich mir das Mittel mal bestellt habe.

Ich werde Euch mal auf dem Laufenden halten und Euch berichten.
Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntag und alles Gute
Das Libellchen :)

cay

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Montag, 29. Februar 2016, 22:33

Huhu,

grundsätzlich hast du absolut recht, es ist toll und spannend, was die Natur alles bereit hält. Und ja, viele moderne Medikamente enthalten Wirkstoffe, die ursprünglich aus der Natur kommen oder die solchen aus der Natur nachempfunden sind. Besonders großartig ist, dass viele Pflanzen direkt mehrere Wirkstoffe enthalten, die sich gegenseitig in der Behandlung bestimmter Probleme ergänzen. Es ist also eigentlich sogar unlogisch, einzelne Wirkstoffe synthetisch herzustellen und einzeln zu verabreichen, weil die eigentliche Kombination aus der Pflanze viel besser wirkt. Die Phytopharmakologie ist schon ziemlich spannend.

Als Mittel, die beim Schlafen helfen, sind vor allem Baldrian, Hopfen, Lavendel und Melisse bekannt. Johanniskraut kennen hier vielleicht einige als natürliches Antidepressivum, es kann auch beim Einschlafen helfen.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, einzeln, kombiniert, als Tabletten, als Saft, als Tee, als Badezusatz, bei Lavendel soll sogar der allein Geruch helfen (ich mag ihn nicht, daher bei mir sicher nicht!).

Ensprechende fertige Mittelchen bekommt man teils in Drogerien, aber vor allem in jeder Apotheke.

Aber.... nun kommt das dicke Aber... ;)

Ohne hier etwas kaputt reden zu wollen, beim Lesen der Homepage von Medalin forte kräuseln sich mir die Fußnägel hoch.

Das geht los bei den Inhaltsstoffen. Die Aufzählung dieser verschiedenen Worte gaukelt vor, dass da eine Menge Dinge drin sind - das stimmt aber nicht, es sind nur zwei Wirkstoffe, die jeweils mit ihren verschiedenen Namen aufgezählt wurden. Das liest sich für mich extrem nach Suchmaschinenoptimierung. Außerdem fehlt da eine Mengenangabe zu den Wirkstoffen.

Die Inhaltsstoffe sind aus folgenden Pflanzen:
Alexandrinische Senna - sie wird gern als sanftes Abführmittel eingesetzt.
Gewöhnliche Gelbflechte - antivirale Wirkung, es gibt da gerade interessante Forschung in der Krebstherapie.

Ich hoffe, die Fragezeichen, die sich dabei auf meiner Stirn bilden, sind nachvollziehbar. Wo zum Henker soll da eine schlaffördernde Wirkung herkommen? ?(

So richtige Kopfschmerzen bekomme ich aber, wenn ich "ohne Nebenwirkungen und ohne Wechselwirkungen" lese. Ja, natürliche Heilmittel sind toll, teilweise toller als synthetische. Dem stimme ich absolut zu. Aber auch Phytopharmaka können sehr umfangreiche Neben- und Wechselwirkungen haben. Natürlich heißt nicht harmlos. ;) Bei der Alexandrinischen Senna fehlt z.B. der Hinweis auf den potentiellen Elektrolytverlust, der Kaliummangel verursachen kann, was wiederum viele andere Wirkungen nach sich zieht. Außerdem fehlt der Hinweis auf die Möglihkeit einer Vergiftung bei Überdosierung.
Die beiden in Medalin enthaltenen Wirkstoffe sind für Phytopharmaka wohl relativ harmlos, andere pflanzliche Arzneistoffe haben da ganz andere Neben- und Wechselwirkung (das schon genannte Johanniskraut ist da ein sehr gutes Beispiel).

Daher sollte man auch bei pflanzlichen Mitteln aufpassen und sich informieren. Gerade bei den frei verkäuflichen Produkten aus der Drogerie fehlt es oft an Informationen. Die Dosierungen sind zwar dafür oft so gering, dass da wenig passieren kann, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Bei Produkten aus der Apotheke gibt es meist einen ausführlicheren Beipackzettel.
Am besten ist es wohl, eine Apotheke zu finden, die sich in der Phytopharmakologie auskennt (das tut nicht jeder Apotheker), und sich da beraten zu lassen.
Und anstatt mit Medalin würd ichs lieber mit einem richtigen pflanzlichen Schlafmittel probieren.
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Paradoxon (1. März 2016, 20:39)