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pianoforte

Seelensturm

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Mittwoch, 5. Oktober 2016, 23:24

Fachbücher - Eine Hilfe?

Hallo ihr Lieben :)
zur Zeit lese ich
Karl Heinz Brisch/Theodor Hellbrügge
Bindung und Trauma
Risiken und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Kindern.

Natürlich kann man das nicht als Selbsthilfe-Literatur bezeichnen, es ist halt einfach ein Fachbuch zu einem Thema, das zumindest irgendwie etwas mit uns und unserem Leben zu tun hat.
Für mich/manche von uns ist es super hilfreich tatsächlich Fachbücher zu lesen, das macht es viel einfacher auch uns selbst ernst zu nehmen.
Wie seht ihr das? Langweiliger Kram oder eine Hilfe? Habt ihr vielleicht selbst gute Fachliteratur, die ihr empfehlen könntet?
Ich habe zu diesem Thema so im Forum nichts gefunden... Obwohl ich gründlich gesucht habe :D
Signatur von »pianoforte« Auch Schmerz verlangt gespürt zu werden!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »pianoforte« (5. Oktober 2016, 23:25)


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siri (6. Oktober 2016, 14:40)

schweigsam

Ich bin mein Haus

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Donnerstag, 6. Oktober 2016, 00:49

Brisch ist Psychiater und Psychoanalytiker. Wer mit der psychoanalytischen Fachterminologie nicht vertraut ist, wird vieles missverstehen, da die Zusammenhänge nicht verstanden werden können, zudem wird vieles fehlinterpretiert werden, da einige Begriffe in die Alltagssprache übernommen wurden, aber nicht mit den analytischen Unterbau angewendet werden, Beispiel: hysterisch, neurotisch, depressiv.

Wer nicht von sich selbst abstrahieren kann beim lesen und nur selektiv nach Bestätigung sucht für seine Gedanken, Ängste und Empfindungen wird aus der Lektüre keinen Nutzen ziehen, sondern eher verwirrt und ängstlicher.

Auf dem "Psychosektor" tummelt sich so viel küchenpsychologischer Scheiß, dass ich oft Angst um die habe, die sich davon einfangen lassen und auf dem versprochenen Selbstheilungstripp Jahre an Lebenszeit verlieren, bevor sie, wenn sie Glück haben, endlich in einer qualifizierten Therapie ihre Geschichte aufarbeiten.
Signatur von »schweigsam«
just keep swimming!

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siri (6. Oktober 2016, 14:40), Lena1993 (6. Oktober 2016, 11:26), pianoforte (6. Oktober 2016, 01:04)

Lena1993

Roter Phönix

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Donnerstag, 6. Oktober 2016, 11:48

Huhu *girl203*

Sich grundsätzlich über Themen zu informieren kann sehr hilfreich sein, um sich selbst besser zu verstehen lernen, aber ich finde man muss höllisch aufpassen, dass man nicht anfangt, sich da reinzusteigern und etwas von sich reinzuinterpretieren. Das hat dann was von selbsterfüllender Prophezeiung, der Mensch hat nun mal die Eigenschaft, dass er das sieht, was er sehen will.

Also ich finde, dass man Fachbücher mit einer gewissen Vorsicht lesen sollte, dann können sie hilfreich sein, und ich finde dass man dabei professionell geführt werden sollte, dass man die Dinge die einem auffallen mit den Therapeuten besprechen sollte, das bringt eine gewisse Absicherung gegen Fehlinterpretationen.

Liebe Grüße *girl46*
Lena
Signatur von »Lena1993«
*girl169*

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pianoforte (6. Oktober 2016, 15:40), siri (6. Oktober 2016, 14:08)

siri

Seelentänzer

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Donnerstag, 6. Oktober 2016, 14:39

hallöchen,
auch ich sehe das mit den fachbüchern so wie lena und schweigsam.
nun stehe ich auch am anfang und ich habe erstmal meine diagnose schlüssel bei tante google nachgelesen. weil ich nach antworten suche.
nun ist es so das ich die antworten überwiegegnd hier finde. ich lese einfach mit. denn hier schreiben betroffene und jeder hat seine meinung dazu.
mir tut es unheimlich gut zu wissen, mit der krankheit nicht alleine da zu stehen. das gibt mir mehr als ein fachbuch. den die distanz mit der das buch gelesen werden sollte fehlt mir im moment völlig. aber ich habe auch bücher zu meinen traumas gelesen wie: schläge im namen des herrn oder hilifi. gebracht hat mir das ich noch mehr flashbacks hatte und es mir schlechter ging. dadurch mußte ich noch mehr medis nehmen. wenn ich stabiler bin werde ich sie noch einmal lesen. auch an den ort des geschehen fahren.
aber alles zu seiner zeit. bei büchern, sei es auch fachbücher fehlt mir der austausch mit anderen. hoffe du verstehst wie ich das meine.
liebe grüsse von siri
Signatur von »siri« ich habe noch nie eine starke person mit leichter vergangenheit kennen gelernt. *girl129*

Lilith5

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Donnerstag, 6. Oktober 2016, 19:58

Guten Abend,

ich bin immer auf der Suche nach neuen Informationen über meine Symptome.
Es ist immer schön neues zu erfahren, zu sehen können, dass man nicht alleine kämpft.
Doch nicht so gestört ist, wie andere es einem glauben lassen zu sein. Aber wenn ich zu viel recherchiere, sei es Internet oder Bücher,
kommt mein Nebel wieder und alles ist wieder weniger real, ich habe Kopfschmerzen und sowas in der Art.
Trotzdem kann ich es nicht lassen, denn dieses neue Wissen, womit man vielleicht bald besser umgehen kann,
fühlt sich für mich schön an. So schön, dass mir die ganzen "Nebenwirkungen" egal werden.
Ich finde zumindest, es ist nie schlecht, sich zu informieren.. aber man darf sich nicht zu viel reinsteigern.
Sonst versteift man sich eventuell noch auf Dinge, die man nur glaubt, die aber eigentlich gar nicht zutreffen.

Liebe Grüße
Lilith

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siri (7. Oktober 2016, 09:08), pianoforte (6. Oktober 2016, 20:32)

cay

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Freitag, 7. Oktober 2016, 02:21

Ich empfinde Fachbücher als sehr hilfreich. Allerdings merke ich auch, dass es sehr anstrengend ist, diese Bücher zu lesen. Ich vergesse ganz viel daraus offenbar direkt wieder und müsste die Bücher wohl einmal im Monat lesen, um daraus etwas dauerhaft zu behalten. Ich denke, daran merkt man, dass die schon auch triggern.

Mit Fachvokabular habe ich Dank medizinischer Vorbildung wenig Probleme. Psychoanalytische Ansätze sind eh nicht so wirklich meins, von daher würde ich wohl andere Lektüre bevorzugen. Aber das ist ja Geschmackssache.

Teilweise gibt es recht interessante therapeutische Ansätze, die man nicht immer voll nachvollziehen kann, oder die für einen selbst nicht umsetzbar sind. Das heißt nicht zwangsläufig, dass die Fakten im Buch falsch sind oder dass das Buch schadet. Ich kann mich z.B. erinnern, dass ich "Das Erwachen des Tigers" sehr sehr spannend und hilfreich fand, aber Somatic Experiencing eher gruselig finden würde.
Der Übergang von Fachbuch zu Selbsthilfeliteratur ist fließend, aber ich denke, solange man sich im Bereich der Fachliteratur bewegt, kann man vielleicht über sonderbare Ansätze stolpern, aber im Großen und Ganzen trifft man nicht auf Blödsinn.

Ein wenig habe ich auch im Bereich der Selbsthilfebücher herumgestöbert. Da stimmt es dann schon eher, dass das ein oder andere Buch mehr oder weniger viel Blödsinn erzählt. Diese Bücher find ich persönlich aber ohnehin nicht sonderlich spannend. Denn auch wenn ich viele fachliche Details wieder vergesse, Grundlagenwissen habe ich und brauch ich nimmer.
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pianoforte (7. Oktober 2016, 10:07), siri (7. Oktober 2016, 09:09)

cats48

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Freitag, 7. Oktober 2016, 12:01

Ich verschlinge alles egal ob Selbsthilferatgeber oder Fachbücher was irgendwie mit meiner Problematik zu tun haben könnte.
Dank meiner Neigung zum hysterischen Hypochonder habe ich mir da allerdings schon des öfteren Schuhe angezogen die
dann letztendlich doch nicht gepasst haben, mich in Dinge rein gesteigert die nicht wirklich zutrafen.
Es gibt wenige Bücher die mir tatsächlich geholfen haben mich besser zu verstehen.
Meistens ist die Lektüre reine Unterhaltung für mich.

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