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Sonntag, 29. Januar 2012, 19:26

Geschlossene Gesellschaft: Leben in der Irrenanstalt

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Signatur von »Der Kelte« Liebe Grüße,
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Ich bin wie eine Rose.
Wenn du mich angreifst,
picke ich dich mit meinen Stacheln zurück!
Beachtest du mich nicht,
so welke ich vor mir dahin!
Aber wenn du mich pflegst,
blühe ich auf und zeige dir mein Inneres!


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hyngie68 (10. März 2012, 18:17), larsH (9. Februar 2012, 02:44)

caddy

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Mittwoch, 25. April 2012, 20:40

Hallo,

Habe mir die Videos gerade mal angeschaut und möchte ein paar Gedanken los werden. Vielleicht hat ja von euch noch jemand auch was dazu zu sagen..

"Tabuthema Psychiatrie" - ja, schade, dass es so totgeschwiegen wird. So wird aber auch kaum das Verständnis wachsen. Und wer nicht selbst mal betroffen war, wird uns Psychos doch nicht mal eben verstehen, erst recht nicht, wenn das Thema möglichst unterdrückt wird?

(Ziemlich triggernd, Haar mal wieder zu sehen. Aber habs durchgestanden *ganz stolz*)
Meine Erfahrung, dass Haar die Pats nur mit Tabletten vollstopft, hat das Video bestätigt. Die Liste dessen, was die alles nehmen, ist ja unendlich. Da frage ich mich jetzt: In wie vielen Kliniken ist das so Standard? Die anderen Psycho-Kliniken, in denen ich war, gaben Medikamente nur zur Unterstützung, aber nicht als (fast) einzigste Therapie.. Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

"Psychiatrie - Hilfe durch Tabletten. Oder Hilfe durch Zuwendung und Gespräch. Auch das gibt es im Klinikum in Haar." - Gell, schade, dass Gesprächstherapien in der Klapse nicht Standard sind -.-

"Borderline hatte er damals. Sich selbst verletzt. Aktuelle Diagnose: Sucht und Psychose." - mWn wird man eine BPS nicht mal eben los wie ne Tüte Müll??

"Deshalb glaube ich, dass die psychische Krankheit nicht umsonst ist. Da lernt man besonders viel." - Guter Satz, würde ich glatt unterschreiben. Ihr auch?

*wink*
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Ruhrengel

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Mittwoch, 25. April 2012, 20:57

Also bei mir war es ja nur in Rheinberg.... Und die Tabletten wurden auch nur zur Unterstützung gegeben, denn die Alki´s hatten mehr Gesprächstherapien als die anderen und das fand ich einfach zu schade....... Denn ich, als Depressive, hätte auch gerne mehr Gesprächstherapien gehabt... Und ich hatte keinen Ansprechpartner von den Pflegern gehabt... Bin auch froh darüber, denn die konnte man in die Tonne hauen... Die waren einfach unfreundlich, ausser 2 Pfleger , die mochte ich..... Das war sogar die Pflegeleitung und ein Pfleger, worauf ich immer auf seine Schicht gefreut habe **love**

Gell, schade, dass Gesprächstherapien in der Klapse nicht Standard sind -.-

@ Caddy, wie meinst du das :?: In der Klapse müssen die doch Gesprächstherapien anbieten, gut vielleicht weniger Therapien, wie Ergo, Sport und Modellieren..... Nur in Rheinberg gab es einfach zu wenig von allem..... Ich habe besonders die Gesprächstherapien vermisst.... Die 2 Stunden mit den Stationspatienten und die Einzelgespräche mit der Psychologin waren einfach zu wenig.....
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caddy

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Mittwoch, 25. April 2012, 21:14

Naja, ich war im Juli z.B. mal ne Woche.. In der hatte ich das Aufnahmegespräch und das Entlassungsgespräch.. Sonst keine einzige Therapie, kein einziges Gespräch...
Zu meinen Erfahrungen in Haar möchte ich ehrlich gesagt noch nicht so viel sagen, allerdings verhielt sich das relativ ähnlich...
Bei meinem längsten Aufenthalt vor 1,5 Jahren in der Gehörlosenpsychia gabs eigentlich 1 Gespräch pro Woche. Meistens wurde 1 Gespräch in 10 Tagen draus. Wenn man mal so zu den Schwestern ging, wurde man möglichst schnell abgewimmelt. Naja..
Erst jetzt in der Reha, was ja nun nicht viel mit einer Psychiatrie zu tun hat, hatte ich ausreichend Gesprächsmöglichkeiten. Es wurden mir sogar mehr Möglichkeiten angeboten, als ich letztendlich genutzt hatte.
Fazit: Bei 3 von 4 Kliniken war ich mit dem Angebot von Gesprächen nicht zufrieden, und ich bin nun wirklich keine, die jeden Tag 2h jemanden zum Rumheulen braucht... Ist mir nur wieder aufgefallen, weil es im Beitrag so explizit gesagt wurde, sie hätten jetzt wohl mehr Gesprächstherapien eingebaut...
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Caddy


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Mittwoch, 25. April 2012, 21:22

Also das ist ja wirklich die Höhe :cursing: Aber du warst doch nicht auf der Geschlossenen, Caddy?? Denn da weiss ich es ja nicht, wie es auf der Geschlossenen ist.... Aber da müssten doch mehr Gesprächstherapien sein.... Ich denke, jede Klinik macht es halt anders.... Nur ich muss ja wieder nach Rheinberg, weil die ja die zuständige Psychatrie im Kreis Wesel ist.... Gut ich könnte auch nach Bedburg-Hau, aber dann nur wenn dort Betten frei sind...S. verweilt noch dort...... Und die haben auch auf der Geschlossenen Gesprächstherapien....
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Mittwoch, 25. April 2012, 21:34

Dochdoch, bis auf in der Reha war ich in jeder Klinik, in der ich war, auch auf der Geschlossenen. Aber im Grunde verhält es sich mit den Therapien dort ähnlich wie auf der Offenen. Unterschied: Wenn du Mist baust und/oder sie dir nicht trauen, sperren se dich halt im Zimmer ein (je nachdem auch Fixierungen usw) und du darfst dich netmal innerhalb der Station bewegen. Kommt ganz auf dich an..
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Donnerstag, 26. April 2012, 01:52

Wenn du Mist baust und/oder sie dir nicht trauen, sperren se dich halt im Zimmer ein (je nachdem auch Fixierungen usw) und du darfst dich netmal innerhalb der Station bewegen


*abc28* *jun44* Flashback für mich (1 Nacht in der geschlossenen ende letzten Jahres und ganz früh morgens durch das Geschrei einer Mitpatientin mit der se sowas gemacht haben hochgeschreckt)

"kann jeder ,jederzeit verrückt werden?“ *abc48*,argh,ich könnt der Reporterin, so ins Gesicht springen. Es kann doch jederzeit irgendwas passieren,was einen so psychisch prägt,das man Folgen davon trägt, wer weiß das schon bzw. kann sich davon frei sprechen.

Da frage ich mich jetzt: In wie vielen Kliniken ist das so Standard? Die anderen Psycho-Kliniken, in denen ich war, gaben Medikamente nur zur Unterstützung, aber nicht als (fast) einzigste Therapie.. Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

Sowohl in der LVR Klinik in Essen, als auch im KKEL in Bottrop-Kirchhellen hatten Therapie und Gespräche einen höheren Stellenwert, als die Tabletten, klar wurde darauf geachtet,das man zu den Uhrzeiten seine Tabletten einnahm,aber das die einen nur mit Pillen vollstopften,war nich der Fall.Klar gab es Ausnahmen,wo man derjenigen ansah,dass sie bis obenhin voll Medis war,aber diese waren eher rar.
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Khalil Gibran

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