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Sonntag, 19. Januar 2014, 11:38

Wohnung fristlos kündigen?

Hallo ihr Lieben.

Ich bin leider nicht so oft im Forum unterwegs, hoffe aber trotzdem, dass ich hier von meinem Problem erzählen darf und vielleicht ein paar Tipps von euch haben darf.

Der Betreff sagt es eigentlich schon aus. Ich würde gern wissen, ob ich unter den aktuellen Bedingungen meine Wohnung u. U. fristlos kündigen kann.

Es ist so: Ich habe zwei große Mängel in der Wohnung, die ich beim Vermieter gemeldet habe. Das eine ist ein Wasserschaden im Bad. Der ist von 2010!!!!!!! Damals fiel mir im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf den Kopf, weil über mir in der Wohnung irgendwie was war. Da kam dann zwar jemand, der den Putz von der Decke geholt hat, aber mehr passierte nicht. Ich habe dann in größeren Abständen immer mal wieder beim Vermieter angerufen und gesagt, dass die eine Firma beauftragen sollen, die die Decke neu verputzt (es ist ja trocken, insofern muss nicht mehr gemacht werden). Es kam inzwischen FÜNF Mal jemand, der Fotos vom Schaden im Bad gemacht, aber mehr als das ist nie passiert. Heißt, ich hab noch immer dieses hässliche Loch in der Decke. Well, an sich ist es nicht gesundheitsschädlich. Sieht halt nur scheiße aus und stört mich auch nicht allzu sehr, aber faktisch ist es ein Mangel, der vom Vermieter behoben werden müsste.

Das zweite (und wesentlich größere Problem!) ist eine Lärmbelästigung, die ich seit ca. 1 1/2 Jahren immer mal wieder habe. Vermutlich wird es ausgelöst durch eine defekte Belüftungsanlage. Ich vermute, dass der Krach immer dann entsteht, wenn einer meiner Nachbarn die Belüftungsanlage fürs Bad (wir haben hier im Haus nur Bäder ohne Fenster) einschaltet. Heißt: Wenn die Belüftungsanlage aus ist, ist es ruhig. Ist sie an, hab ich Krach. Anfangs war es noch okay. Da war es immer nur für ein paar Stunden am Tag und meistens spät abends dann irgendwann auch mal ruhig. Da ich 2012 und 2013 auch für längere Zeit im Ausland war, war mir das auch egal. Seit etwa Ende November habe ich das Geräusch jetzt aber WOCHENLANG... und zwar ohne Unterbrechung. Heißt, von morgens bis abends, die ganze Nacht durch und zwar an jedem Tag in der Woche. Stellt euch das in etwa so vor, als würdet ihr in eurer Wohnung einen LKW mit laufendem Motor stehen haben. Genau so hört sich das an. Da es eben 24/7 vorhanden ist, komme ich hier absolut nicht mehr zur Ruhe. Es ist immer Krach, ich höre es nachts sogar mit Oropacks und habe inzwischen starke Ohrenschmerzen, weil ich seit über einer Woche mit Oropacks schlafen muss (anders gehts einfach nicht).

Zudem ist es auch eine enorme seelische Belastung, der ich da ausgesetzt bin. Ich arbeite in einem Großraumbüro, habe also auf Arbeit nie wirklich Ruhe und zuhause eben diesen Krach. Ich bin nervlich am Ende. ;(

Ende November/Anfang Dezember hatte ich noch einmal beim Vermieter angerufen und beide Mängel angezeigt. Daraufhin schickte man mir eine unfassbare inkompetente Firma, die mal wieder nur Fotos vom Bad gemacht hat und behauptet hat, für die Lärmbelästigung läge kein Auftrag vor. Wie immer kam daraufhin auch nichts mehr zurück, so dass ich am 03.01. ein Schreiben fertig gemacht habe, in dem ich den Vermieter nochmals auf die Mängel hingewiesen habe und ihm eine Frist bis 31.01. gesetzt habe, die Mängel endgültig zu beseitigen. Den Brief habe ich per Einschreiben mit Rückschein verschickt, ich kann also nachweisen, dass er wirklich angekommen ist (etwa am 06. oder 07.01. Müsste ich nochmal genau nachschauen).

Inzwischen haben wir den 19.01. und ich habe noch immer keine Rückmeldung, obwohl ich eine schriftliche Antwort verlangt habe und auch meine E-Mail Adresse angegeben habe (um Zeit zu sparen). Ferner habe ich dem Vermieter wortwörtlich "mietrechliche Schritte" angedroht, falss sie die Mängel nicht beheben sollten. Im Prinzip also Mietkürzungen.

Am 22.01. habe ich jetzt einen Termin beim Mieterschutzbund. Da werde ich das Problem auf jeden Fall ansprechen. Ich würde nur vorher gern wissen wollen, ob ihr vielleicht ein paar Tipps und Hinweise für mich habt, die wichtig sein könnten. Ich will nicht so vollkommen unvorbereitet in das Gespräch gehen. Wichtig wäre mir vor allem zu wissen, ob die beschriebenen Mängel ausreichend sind, um den Mietvertrag fristlos zu kündigen (interessant vor allem der Aspekt, wenn der Vermieter sich auf mein Schreiben bis zum 31.01. wirklich nicht zurück meldet...).

Fakt ist: Es muss etwas passieren. Und zwar dringend. Ich werde wahnsinnig in dieser Bude, aber ich hab eben auch niemanden, bei dem ich unterkommen könnte, bis ich selbst eine neue Wohnung finde. Ich bin an dieses Loch gefesselt und je länger ich hier drin festsetze, umso mehr geht es mit mir bergab. Ich reagiere auf Lärm extrem empfindlich und versuche schon immer, mich selbst irgendwie zu beruhigen. Nur merke ich eben auch, dass es nicht den erhofften Erfolg hat und ich inzwischen an meiner Belastungshöchstgrenze kratze.

Tippe? Ideen? Ratschläge? Ich bin für alles dankbar. ;(

LG,
Sera

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sera« (19. Januar 2014, 11:41)


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Sonntag, 19. Januar 2014, 11:56

Ich denke-direkt helfen können wir dir nicht

Da es im Mietrecht so viele Kniffe gibt- ich würde nicht unüberlegt handeln und mir erstmal einen rechtlichen Rat einholen. Danach bist du schlauer und weißt inwieweit du handeln kannst und darfst. Mieterschutzbund dauert immer ewig.

Ich wäre an deiner Stelle schon früher einmal zu einem Anwalt für Mietrecht für ein Beratungsgespräch gegangen ( Kostet meistens so um die 50 Euro)

Mit Vermietern habe ich auch so meine Streifen durch.

Aber den letzten Prozess haben wir gewonnen ......ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück !!!!

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Sonntag, 19. Januar 2014, 12:45

Puh,
da kenne ich mich gar nicht aus...

Ich denke Mieterbund ist schon ne gute Anlaufstelle.

An deiner Stelle würde ich da jetzt kein Risiko eingehen, denn ohne rechtliche Sicherheiten, dass das durchgeht kannst du am ende schon ziemlich in der Patsche sitzen.

Hast du denn ne neue Bleibe im Auge?
Fristlos heißt ja auch, dass du dann sofort raus musst. Aber wohin??

Hast du die nachbarn wegen dem Lärm mal angesprochen?
Hören die das auch?
Stört die das auch?
Sind sie die verursacher?
Können die das einstellen?

Das würde ich mal abklären.
Wenn mehrere sich dadurch belästigt fühlen ist der Standpunkt ja auch nochmal ein ganz anderer...

Viel Erfolg!!!
Zwergchen
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Sonntag, 19. Januar 2014, 13:02

Danke, Flower und Zwerg.

@ Flower: Was genau meinst du mit "Mieterschutzbund dauert immer ewig."? Soweit ich weiß, stellt mir der Mieterschutzbund einen Anwalt zur Verfügung, sollte ich ihn brauchen. Mit Anwälten an sich hab leider keine guten Erfahrungen gemacht. Bis dato hätte ich ja immer einen Beratungshilfeschein gebraucht und ich habe es leider nie erlebt, dass sich ein Anwalt dann für mich eingesetzt hätte. Kurz das Problem angehört, gesagt "Ich kann nichts machen", hat die 10 oder 20 Euro (wie viel auch immer) von mir kassiert und nie wieder von sich hören lassen. Deshalb ja jetzt eben der Versuch beim Mieterschutzbund. In der Hoffnung, dass das besser läuft.

@ Zwerg: Mit den Nachbarn lässt sich leider nicht reden. Links und rechts neben mir wohnen Leute, die mich nicht mal mitm A..... angucken, wenn ich sie grüße. Links neben mir die letzten asozialen Kreaturen, die bis spät in die Nacht Party machen und auf nem Sonntagmorgen um 9 schon mit den Fenstern knallen und rechtsradikale Parolen aus dem Fenster brüllen. Rechts die Alte neben mir guckt mich nur an, als würde ich sie töten wollen ("Guten Tag" sind ja auch zwei soooooo böse Worte -.-) oder als würde sie mich töten wollen. Zu beiden Seiten wird einem nicht die Tür aufgemacht, wenn man klingelt (obwohl der Krach aus der Bude mehr als eindeutig belegt, dass sie da sind) und wenn man mal was von mir will, wird mir ein Zettel an die Tür geklebt und ich werde mit "Ey du Arschloch" begrüßt. Mir wurde hier sogar schon Gewalt angedroht (wahrscheinlich von den Mietern links neben mir, aus deren Wohnung ich auch die Quelle des Lärms vermute), weil ich es gewagt habe, auf Zimmerlautstärke Musik zu hören. Insofern erübrigt sich der Versuch, da mal zu klingeln und zu fragen, ob das von denen kommt. Die Leute hier im Haus sind unglaublich aggressiv und unfreundlich und ja, vor einigen muss man wirklich Angst haben. Insofern trau ich mich, um ehrlich zu sein, auch nicht, da zu klingeln. Die Zustände hier sind die reinste Katastrophe (ein weiterer Grund, möglichst schnell auszuziehen). Es ist echt schlimm hier. :( Gerade deshalb hoffe ich so verzweifelt auf Hilfe von außerhalb. Allein ist das hier nicht zu machen. ;(

schwarzeshaus

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Sonntag, 19. Januar 2014, 13:08

Hallo Sera,

Ich kann mich prinzipiell Flower und Zwerg nur anschließen,

Was mir dazu noch einfällt ist, dass es in manchen Fällen funktioniert,
wenn dein Psychiater dir ein Attest schreibt, dass es unter den Umständen schlecht für deine Erkrankung ist, weiter in dieser Wohnung zu leben und er eine fristlose Kündigung aus gesundheitlichen Gründen befürwortet.
Das hat bei mir schonmal funktioniert und ich kam um die dreimonatige Kündigungsfrist rum.

Aber mach dich wirklich erstmal beim Mieterbund schlau.

LG schwarzeshaus

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Sonntag, 19. Januar 2014, 16:38

Ehrliche Zwergenmeinung?!

Da wäre ich schon längst auch ohne Wasserschaden ausgezogen...

Warum tust du dir das an???

Zwergchen
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Sonntag, 19. Januar 2014, 17:17

Die Antwort ist einfach: Ich tu es mir an, weil es nicht anders geht.

Ich habe erst seit dem 09.12. Arbeit. Die erste richtige Arbeitsstelle, die ich jemals angenommen habe. Davor immer Azubi oder arbeitslos oder in der Psychiatrie. Job Center hat keine andere Wohnung bezahlt als diese und während der Ausbildung fehlte schlichtweg das Geld. In meiner zweiten Ausbildung hatte ich weniger Geld als danach mit Hartz 4, obwohl ich 40 Stunden die Woche gearbeitet habe. Vatter Staat hat mich ja hängen lassen, so dass ich mich hoch verschuldet habe und meine Eltern mich finanziell unterstützt haben, so gut sie es konnten, damit ich wenigstens eine Grundlage habe, auf der ich meine berufliche Zukunft aufbauen kann. Da war beim besten Willen kein Geld für ne andere Wohnung. Hab noch n Mietvertrag aus 2004. Eine so geringe Miete krieg ich nie wieder hier in Berlin. Und jetzt, wo ich arbeiten gehe, scheitert es wieder am Geld. Ich verdiene zwar relativ gut, aber die Wohnungen sind inzwischen so teuer geworden, dass sie für einen allein kaum noch zu bezahlen sind (es sei denn, man nimmt wieder so eine Bruchbude, wie ich sie jetzt habe und von so billigen "Assihäusern" (Entschuldigung für den Ausdruck... ich will niemanden beleidigen.... ich weiß nur nicht, wie ich es besser formulieren soll...) hab ich wirklich genug).

Im Moment scheitert es auch an ganz einfachen Dingen. Die Vermieter verlangen eine Schufa-Auskunft (bei mir wird mit Sicherheit der Bildungskredit drin stehen... und das sind locker mal über 5000 Euro). Und sie wollen die letzten drei Gehaltsabrechnungen. Da ich aber erst am 09.12. angefangen habe und davor arbeitslos war, kann ich keine drei Gehaltsabrechnungen vorweisen. Zumindest NOCH nicht. Ich hab mir vor kurzem erst eine Wohnung angesehen, die wirklich schön und finanziell drin gewesen wäre. Ich wurde abgelehnt, eben weil die Unterlagen fehlen und sich kein Vermieter darauf einlassen wird, eine einzelne Person mit einem bescheidenen Durchschnittseinkommen einziehen zu lassen, wenn er nicht seine Unterlagen zusammen hat, die ihm das lächerliche Gefühl von Sicherheit vermitteln sollen. Als ob ein paar Unterlagen eine Garantie dafür wären, dass der sein Geld bekommt. Es kommt doch auf den Menschen an und nicht auf Papier. Aber offenbar sehen das einige wohl nicht so.

Und eben auch mit dem Wissen, dass es als Alleinstehende ohne Partner unfassbar schwer ist, in Berlin ne Wohnung zu finden, kann ich auch nicht auf gut Glück einfach fristgerecht kündigen und darauf hoffen, dass ich dann schon was finden werde. Ich könnte momentan nicht mal die Kaution für die neue Wohnung bezahlen, weil noch immer Schulden beim Arbeitsamt offen sind, die ich über mehrere Monate in Raten abzahlen muss. Was soll ich denn machen? ;( Ich leb wirklich nich freiwillig in diesem Loch und ertrag das. Wenn ich könnte, wär ich schon vor Jahren hier ausgezogen, aber alleine ist es eben nicht so leicht. Und das Risiko, hinterher auf der Straße zu sitzen, ist einfach zu groß. Ich hab halt niemanden, wo ich vorübergehend hin könnte. ;(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sera« (19. Januar 2014, 17:18)


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Sonntag, 19. Januar 2014, 17:26

OK;
dann kann ich es verstehen.

Aber was ich dann jetzt nicht verstehe - warum willst du dann fristlos kündigen??? *jun7*
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Sonntag, 19. Januar 2014, 17:36

OK;
dann kann ich es verstehen.

Aber was ich dann jetzt nicht verstehe - warum willst du dann fristlos kündigen??? *jun7*

Das wollte ich auch gerade fragen ?(
Der Bildungskredit steht nur negativ drin wenn du ihn nicht bezahlt hast. Ansonsten ist es positiv wenn Kredite in der Schufa stehen, die abbezahlt wurden/werden. Damit beweist man ja das man seinen Zahlungen nachkommt. :) Aber im Grunde erfahren Vermieter keine Details...

Denke dein Weg über den Mieterschutz ist hier wirklich erste Option.
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Sonntag, 19. Januar 2014, 17:38

Huhu,

da kann ich mich Zwergs Fragezeichen überm Kopf nur anschließen *girl168*

LG schwarzeshaus

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Sonntag, 19. Januar 2014, 18:05

Da bleiben jetzt nur zwei Dinge

- Mieterschutzbund - und dann sehen welche Möglichkeiten du hast

weiß von mehreren Leuten aus dem Bekanntenkreis dass sich der Mieterschutzbund oft nicht so doll die Mühe gibt - und sich nicht so da reinbeißt wie ein guter Anwalt
aber laß es auf dich zukommen

- noch weitere 2 Monate aushalten- bis du die 3 Gehaltsabrechnungen hast und dann raus da aus der Bude

12

Sonntag, 19. Januar 2014, 18:20

Verständlich, dass da Fragen aufkommen. Tut mir leid. Das hätte ich gleich erklären können, dann wäre es gleich deutlicher geworden.

Fristlos deshalb kündigen, weil ich dann sofort aus dem Mietvertrag raus kommen würde und eben das Geld, was ich momentan für die Miete zahle (ca. 300 Euro) quasi direkt in die neue Wohnung stecken könnte. Ich schau fast täglich nach Wohnungsangeboten, aber ich finde immer nur Angebote von Wohnungen, die ab sofort frei sind oder spätestens zu Beginn des nächsten Monats (ich schaue schon seit November immer mal wieder und leider ist es immer das Gleiche). Mit anderen Worten: Wenn ich eine solche Wohnung beziehen würde, müsste ich 1 oder sogar zwei Monate doppelte Miete zahlen und da wirds mitm Geld wieder knapp. Ich würde notfalls auch wieder in eine 1-Raum-Wohnung ziehen. Eigentlich wollte ich gern zwei Zimmer, aber die sind unglaublich teuer und für mich allein kaum zu bezahlen. Ich will eben eine ruhige Lage (nach dem Drama hier in der aktuellen Wohnung wahrscheinlich nachvollziehbar). Das ist am wichtigsten. Aber die Gegenden, in denen es ruhig ist, kosten natürlich auch mehr. Deshalb würde ich im Zweifelsfall auf zwei Zimmer verzichten und mich auch mit einem zufrieden geben. Hauptsache raus hier. Aber dazu müsste ich eben sofort aus diesem Mietvertrag raus kommen, damit ich das Geld habe, um 1. die neue Miete zu bezahlen und 2. die neue Kaution (die kann man ja meistens in 2 oder 3 Raten zahlen).

Ich könnte das Problem eventuell auch mit einem Nachmieter umgehen, allerdings sind die Mängel in der Wohnung offensichtlich. Ein Blick ins Bad, ein offenes Ohr, das einmal kurz lauscht (das Geräusch ist wirklich nicht zu überhören! Man müsste schon taub sein, um es zu überhören :( ) und der potentielle Nachmieter wird sich ziemlich schnell darüber im Klaren sein, auf was er sich hier einlässt. Mit anderen Worten: Ich habe berechtigte Sorge, dass es sehr schwer werden könnte, einen Nachmieter zu finden. Selbst wenn ich verschweige, wie schlimm die Nachbarn hier sind (Sachbeschädigung und Brandstiftung im Haus sind keine Seltenheit!) oder diesbezüglich sogar lüge, wird es ziemlich schwer, jemanden zu finden, der diese Wohnung übernimmt und sie noch dazu renovieren würde. Ich steck ganz sicher keinen Cent mehr hier rein, zumal ich auch nicht dazu gezwungen bin, sie im renovierten Zustand zu übergeben. Also werde ich es auch nicht tun. Ich brauch das Geld eben dringend für die neue Wohnung und bin da wirklich beleidigt genug, um für diese Bruchbude hier keinen Cent mehr auszugeben.

Die Sache mit dem Nachmieter ist daher etwas heikel und sehr unsicher. Ich würde mich damit wissentlich auf sehr dünnes Eis begeben und riskieren, dass ich am Ende meine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Genau das ist eben das Problem. Es kommt momentan so viel zusammen, dass ich alles genau durchrechnen und planen muss. Einfach so auf gut Glück kann ich nichts machen, weil die Gefahr zu groß ist, dass ich mir damit finanziell wirklich große Probleme verschaffe. Deshalb wäre der Optimalfall, dass ich die Wohnung fristlos kündigen kann. Dann müsste ich nicht noch weiter die Miete zahlen und würde das Problem umgehen, einen Nachmieter suchen zu müssen.

Die dritte Gehaltsabrechnung bekomme ich Ende Februar. Bis dahin will ich eine Schufa-Auskunft beantragt haben. Was den BIldungskredit betrifft, wird die erste Rate erst im Januar 2015 fällig. Ich habe am 21.01.2013 (hey, das ist ja in zwei Tagen!) meine Ausbildung abgeschlossen und ausgehend von diesem Datum geben die mir zwei Jahre Gnadenfrist, um erstmal Geld zu verdienen. Ich muss daher irgendwo auch im Hinterkopf behalten, dass ab nächstem Jahr mehr finanzielle Belastungen auf mich zukommen. Ich muss monatlich mindestens 120 € an die KfW zurück zahlen. Insofern muss ich eben jetzt schon schwer darauf achten, wie hoch die Miete der neuen Wohnung sein wird und das erschwert es leider auch nochmal zusätzlich. :( Wie gesagt... allein und ohne zweites Einkommen ist das wirklich kaum zu bewerkstelligen. :(

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Sonntag, 19. Januar 2014, 18:23

Selbst wenn du fristlos kündigen würdest ( natürlich nur wenn du das machen kannst- also nach rechtlicher Auskunft)- müßtest du ja vorab schon eine Wohnung haben- sonst stehst du auf der Straße....das wäre mir ein wenig zu riskant - ehrlich gesagt.....

Und einen Nachmieter für deine Butze zu finden- kannst du glaube ich vergessen- oder meinst du da zieht dann freiwillig jemand ein wenn die Mängel so offensichtlich sind????

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Zwerg (19. Januar 2014, 18:26)

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Sonntag, 19. Januar 2014, 18:27

Wie schon oben erwähnt würde ich mal mit meinem Psychiater reden...

ansonsten kann ich mich flower nur anschließen, was einen Nachmieter anbelangt.

LG schwarzeshaus

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Sonntag, 19. Januar 2014, 18:28

da kann ich nur zustimmen...
Selbst wenn du fristlos kündigen würdest ( natürlich nur wenn du das machen kannst- also nach rechtlicher Auskunft)- müßtest du ja vorab schon eine Wohnung haben- sonst stehst du auf der Straße....das wäre mir ein wenig zu riskant - ehrlich gesagt.....

wenn du schon seit jahren keine günstige gute wohnung gefunden hast (oder wegen der auswegslosigkeit nicht gesucht hast), dann wird das mit fristlos - also in weniger als 4 wochen eine finden... mit deinem geringen buget doch sicher nichts.

ob du nun im Recht bist oder nicht...
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Sonntag, 19. Januar 2014, 18:32

Wohnungen, die sofort zu haben sind, gibt es genug. Wenn es zeitlich gut getaktet ist, könnte das hinkommen. Wobei natürlich vorher klar sein muss, dass ich bei fristloser Kündigung eine Alternative habe. Aber Wohnungen, die sofort frei sind, zu finden, ist wesentlich einfacher, als solche zu finden, die erst in drei Monaten bezugsfertig sind. Ich habe gelesen, dass bei fristloser Kündigung nicht sofort am nächsten Tag die Bude geräumt sein muss, sondern dass man eine gewisse Gnadenfrist (etwa 2-4 Wochen) hat, ehe man dann wirklich die Wohnung an den Eigentümer zurück übergibt. Wobei das eben alles ohne Brief und Siegel ist. Das will ich mit dem Mieterschutzbund abklären und wollte deshalb eben vorab wissen, ob sich jemand ein bisschen auskennt und mir vielleicht noch ein paar Tipps geben könnte.

Ich sehe im Moment keine andere Möglichkeit, wie ich hier sonst früher raus kommen soll. Wenn ich die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten muss, bin ich gezwungen, hier noch mehrere Monate zu bleiben, weil ich dann erst Geld sparen muss, um die Kosten decken zu können, falls ich doppelte Miete zahlen müsste. Dann wird es Sommer oder sogar Herbst, ehe ich frühestens hier raus komme und so lange ertrage ich das beim besten Willen nicht mehr. ;(

@ schwarzeshaus: Ich habe keinen Psychiater oder Therapeuten, bei dem ich in Behandlung wäre. Schon seit 2010 nicht mehr.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sera« (19. Januar 2014, 18:34)


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Sonntag, 19. Januar 2014, 18:36

Au backe- selbst wenn Wohnungen ab sofort zu haben sind- brauchst du zum einen deine Auskünfte und zum anderen können diese Wohnungen auch einen Haken haben, auf Fotos sehen die immer alle prima aus- grins. Da wäre ich ganz vorsichtig an deiner Stelle.Nicht das du vom Regen in die Traufe kommst- zudem bist du dann extrem unter Druck und neigst vermutlich dazu alles zu nehmen was einigermaßen besser ist- schön vorsichtig sein.....

Ich würde nichts ohne rechtlichen Rat machen!!!

Jetzt warst du so lange in der Bude- da hälst du die letzten Monate auch noch aus...

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Montag, 10. Februar 2014, 01:48

Au backe- selbst wenn Wohnungen ab sofort zu haben sind- brauchst du zum einen deine Auskünfte und zum anderen können diese Wohnungen auch einen Haken haben, auf Fotos sehen die immer alle prima aus- grins. Da wäre ich ganz vorsichtig an deiner Stelle.Nicht das du vom Regen in die Traufe kommst- zudem bist du dann extrem unter Druck und neigst vermutlich dazu alles zu nehmen was einigermaßen besser ist- schön vorsichtig sein.....

Ich würde nichts ohne rechtlichen Rat machen!!!

Jetzt warst du so lange in der Bude- da hälst du die letzten Monate auch noch aus...


Auf jeden Fall die Wohnung(en) immer vorher besichtigen! Hatte da auch mal eine die von der Beschreibung und den Fotos her toll aussah... bis ich dann bei der Besichtigung gemerkt habe dass die Fenster (alle!) undicht sind und noch dazu mit Öl geheizt wird - so ziemlich das teuerste überhaupt. Der Makler hat noch dazu als Beispiel, wieviel die Ölheizung kostet, einen recht niedrigen Betrag/Monat genannt - bis er nach 3x Nachfragen "zugegeben" hat dass der Vormieter ein Taxifahrer war, der nur 1-2x pro Woche in der Wohnung gewohnt hat (also auch nur dementsprechend oft heizen musste). Also bloß aufpassen!

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Montag, 10. Februar 2014, 13:43

Hallo, sandera ! Überaus wichtig finde ich die Funktion der Sanitären Anlagen - insbesonders der "Lokus", kleben da noch Reste vom Vorgänger, wie sieht die Toilettenschüssel aus, (versi...t), riecht es muffig nach Feuchtigkeit, sind die Ecken von den Fenstern "sauber", sind Elektrostecker vernünftig installiert - oder hängen da irgendwo Kabel in der Gegen herum....Heizungsanlage, wie hoch sind die regulären Heizkosten.....Du wirst doch bestimmt einen Wohnungsberechtigungsschein erhalten können - . Wenn du psychisch noch nicht so stabil bist - wie wäre es denn mit einer WG?

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Montag, 10. Februar 2014, 16:17

Sera ist nicht mehr hier wie man dem "unregistriert" entnehmen kann, deshalb wundert euch nicht wenn sie nicht mehr antwortet ;) ^^
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Flower71 (10. Februar 2014, 17:52)

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