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Susa

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 15:59

Frage zu GdB

Hallo Ihr Lieben,

gerade bin ich ratlos und ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.

Heute kam mein Bescheid zum GbB. Der festgestellte GdB beträgt 30 %.

Zur Erklärung wurde geschrieben, dass die Behinderungen eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit verursachen.

Was soweit ja auch stimmt.

Allerdings frage ich mich, wie das "berechnet" wurde. Denn von vorneherein habe ich wg. meiner angeborenen Fußfehlbildung ohnehin einen Anspruch von 30 %.

Wo aber ist denn dann die Anerkennung der anderen Dinge? Zwar schreiben die bei der Begründung, dass die Auswirkungen folgender Funktionsbeeinträchtigungen berücksichtigt wurden:

1) Seelische Störungen

2) Fußfehlform/-statik

3) Funktionsstörung der Wirbelsäule

Oder hab ich für jedes einzelne nur jeweils 10 % bekommen und so errechnen sich die 30 %?

Weiß jemand, wie sich diese "Berechnung" vor sich geht?

Gibt es eine Stelle, an die man sich wenden kann, um das überprüfen zu lassen?

Vielleicht sehe ich das komplett falsch, ich will auch nichts anerkannt bekommen, was mir nicht zusteht, aber irgendwie komme ich mir etwas "übers Ohr gehauen" vor.

Vielen Dank schonmal fürs Lesen!!

Eure Susa

painfully

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 16:14

Huhu liebe susa :)

Mit dem GdB ist das so eine sache, da haben wir auch etwas ärger mit. Wir haben nen antrag gestellt aber keinerlei merkzeichen bekommen, obwohl wir die brauchen und sie uns auch zustehen aufgrund der dissoziativen identitatsstörung.

Unsre bezugsbetreuerin rief dann dort an und die meinten, die hhätten das nicht berücksichtigt weil sie die diagnose nicjt kennen. Ganz toll :rolleyes:

Auch bei einer freundin von uns gab es da ärger sie bekam laut bescheid auch zunächst nur 30 prozent zugesprochen, obwohl ihr weitaus mehr zustehen (eine andere freundin von ibr arbeitet bei einem andern versorgungsamt und hilft ihr dabei, sie konnte das ganz gut beurteilen ). Sie hat auch mehrere körperliche diagnosen, sowie seelische und ist aufgrund der psychischen beschwerden zur zeit arbeitsunfähig und bekommt erwerbsminderungsrente.

Es kommt also durchaus häufiger mal vor, dass die einem erstmal so wenig wie möglich Prozente geben. Denn sie wollen ja auch so wenig wie möglich dafür zahlen. Ist halt leider ein amt...

Wenn es dir seltsam vorkommt, du dich durch deine symptomatik deutlich mehr eingeschränkt fühlst als die prozente die dir zugeteilt wurden oder du durch die behinderung soweit eingeschränkt bist dass du bestimmte hilfsmittel brauchst, besteht immer die chance einen Widerspruch einzureichen. Das haben wir jetzt auch vor.

Dazu benötigt es innerhalb von 4 wochen erstmal ein schreiben dass man dem bescheid widerspricht. Falls du die Stellungnahme bis dahin nicht schreiben kannst kannst du in diesem schreiben um eine Fristverlängerung bitten, dann steht dir ein weiterer zeitraum zur Verfügung. Wichtig ist nur, dass du innerhalb der 4 wochenfrist einen widerspruch einreichst.

Wie der GdB berechnet wird können wir dir leider auch nicht beantworten, das ist für mich auch etwas rätselhaft. Im internet gibt es bestimmte listen wie viel Prozent du für was bekommen kannst, aber da das immer individuell ist hat uns das nicht weitergeholfen. Dort sind auch nicht alle miteinbezogen.
Vielleicht weiß hier jemand anders rät, wären auch mal neugierig.

Wer dir da behilflich sein kann weiß ich auch nicht sicher. Hast du eine thera, betreuerin oder ähnliches mit der du dich rückschließen könntest? Vielleicht beim vdk oder so.
Oder vielleicht eine beratungsstelle kontaktieren.
Vielleicht ist hilfe auch durch Anwälte möglich aber davon haben wir nicht so viel ahnung. Ist ja meistens auch sehr teuer, außer manbhat ne rechtsschutzversicherung.

Liebe grüße, painy :)
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Mein Leben ist ein Teufelskreis,
immer wieder gelange ich an den Punkt,
an dem ich genau weiß:
Egal, wie ich es tue, es ist sowieso falsch.

Und selbst wenn ich denke, ich mache etwas richtig,
gelange ich immer wieder an den Punkt,
an dem ich erkennen muss:
Jetzt ist alles noch schlimmer als vorher...

by painfully

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Susa (19. Februar 2015, 17:03)

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 16:27

Die Sache ist die, dass es da leider keinerlei GDB Katalog gibt, nach dem man sich richten kann. Jedes Versorgungsamt, jeder Sachbearbeiter, entscheidet das individuell. Das macht es echt komplex. Hinzu kommt aber die allgemeine Vermeidungsquote, dass meist grundsätzlich weniger GDB gegeben wird. Wenn man die Berechnungen für nicht angemessen hält, dann macht Widerspruch immer Sinn!

Zur Berechnung des GDB kann ich dir sagen, dass nicht alle Prozente (die du auf verschiedene Erkrankungen hast) addiert werden, sondern es wird eine Gesamteinschrankung ausgesprochen. Also kann es durchaus sein, dass die Einschränkungen zusammengezählt mehr GDB ergeben als man tatsächlich bekommt. Das steht auch alles in den beigefügten Unterlagen zum Nachlesen.

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painfully (18. Februar 2015, 16:45)

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 17:30

Hallo Wolpertinger,

vielen, vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort!

Ich hab mit meiner Ärztin gesprochen, die erklärte mir, dass man bei Erstantrag grundsätzlich nur die "Mindestprozentzahl" bekommt, die sich aber wieder verändern kann, weil das regelmäßig überprüft wird.

Dass ich Anspruch auf mindestens 30 % habe wusste ich auch schon vor Antragstellung.

Ach so, die Einschränkungen werden nicht addiert!! Es zählt also der "Gesamteindruck". Das ist gut zu wissen.

So richtig viele Unterlagen habe ich nicht erhalten. Nur ein Beiblatt "Informationen über Nachteilsausgleiche".

Ja, eine Thera habe ich, die hat auch eine Beurteilung über mich fürs Versorgungsamt geschrieben. Beim nächsten Termin werde ich das Thema mal ansprechen.

VdK und Beratungsstelle sind auch gute Tipps. Darauf wäre ich selbst gar nicht gekommen. Ich muss mich da mal kundig machen.

Schade, dass man immer so ein Getue mit den Ämtern hat ...

Lieben Gruß von Susa und nochmals Dankeschön *blum13*

Wolpertinger

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 17:48

Was noch wichtig ist - wenn du Widerspruch einlegen willst, dann musst du das innerhalb von 4 Wochen schriftlich tun.
Wenn du keinen Widerspruch einlegst, dann erkennst du den Bescheid so an, wie er ist.

Klar kannst du auch später noch mal einen Verschlechterungsantrag stellen, aber da muss man halt die ganze Mühe wieder von vorn investieren...

Wenn deine Helfer und du sagen, dass Widerspruch sinnvoll ist, dann ist es wichtig, die 4 Wochen Frist nicht verstreichen zu lassen.

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Susa (19. Februar 2015, 17:57)

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 17:57

Hallo Painy und Wolpertinger,

hab leider bei meiner Antwort was falsch gemacht!

Eigentlich wollte ich Euch beiden getrennt schreiben und wollte mit Wolpertinger anfangen,

dann bin ich unterbrochen worden (Telefon), danach hab ich einfach weitergeschrieben, aber

auf Painys Kommentar geantwortet (obwohl "Hallo Wolpertinger" als Anrede dasteht).

Außerdem hab ich im gleichen Post zusätzlich auch noch auf Wolpertingers Kommentar geantwortet.

Alles schön zusammengewürfelt *jun105*



Tschuldigung, aber ich glaub, ich bin heute nicht ganz bei mir. Komplizierter gehts echt nicht mehr .... *fra6*



Komischerweise konnte ich nach Abschicken auch nix mehr verändern.

Ganz schön doof gelaufen .... und tut mir auch leid, war keine Absicht ....

Eure leicht verwirrte Susa *fra1*

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 18:04

Wolpertinger: Ich dachte, das wird regelmäßig von den Ämtern überprüft. So jedenfalls habe ich meine Ärztin verstanden.

Obwohl, auf der anderen Seite, wäre es ja eine Menge Arbeit,

jeden, bei dem ein GdB anerkannt wurde, immer wieder zu überprüfen.

Hm, da hab ich wohl was falsch verstanden. *abc31*

Das mit dem Widerspruch muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen. Auf jeden Fall kann man bei mir davon ausgehen, dass sich die (köperliche) Situation mit zunehmendem Alter ohnehin verschlechtert. Von daher würde ein Verschlechterungsantrag in einigen Jahren durchaus Sinn machen.

Lieben Gruß von Susa

Paradoxon

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 18:07

Hallo :)

Nein, das wird nicht "überpüft"! Das muss irgendwann verlängert werden, was aber 6 Jahre dauern kann. Müsste aber auf dem Bescheid stehen für wie lange das gilt.
Die machen das oft so dass sie erstmal knickerig sind und dann im Widerspruch oder nach der Klage mehr GdB geben.

Grüßle
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Wo der Feuerberg loht, Glutasche fällt,
Sturmwogen die Ufer umschäumen,
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Die Winternacht woll'n wir verträumen.
— Joseph Viktor von Scheffel —


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Susa (19. Februar 2015, 18:35)

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 18:54

Hallo Paradoxon,

eventuell könnte meine Ärztin Auskunft geben, ob bei mir ein Widerspruch Erfolg haben könnte.

Wollte sowieso nächste Woche in die Praxis, da kann ich das gleich ansprechen.

Mir fällt meine Kollegin ein, die ein Kind mit fehlgebildeter Hand zur Welt brachte. Der Antrag auf GbB wurde vom Versorgungsamt abgelehnt mit der Begründung, dass die Behinderung auf unter 20 % bewertet wird. Der daraufhin eingereichte Widerspruch wurde zurückgewiesen.

Das Versorgungsamt schrieb, dass das Kind (so um 1 Jahr alt) nicht wesentlich eingeschränkt ist durch die Hand. Die Kollegin will das jetzt auf sich beruhen lassen und eventuell dann, wenn das Kind älter ist, nochmal einen Versuch starten.

Ich hab jetzt nochmal nachgeschaut, aber auf meinem Bescheid steht nicht drauf, für wie lange das gilt.

Da steht nur drauf, dass ich verpflichtet bin, unverzüglich mitzuteilen, wenn eine Änderung eintritt (Verbesserung oder Verschlechterung oder Wegfall, Entzug von Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis, Wohnsitzänderung).

Ich gehe nun mal davon aus, dass man nur Antrag auf Verlängerung stellen muss, wenn das auch im Bescheid angegeben ist.

Da kann ich ja auch mal die Ärztin fragen nächste Woche.

Danke, Paradoxon und lieben Gruß von Susa *blum11*

Paradoxon

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 19:30

Schätze mal dass alles unter einem GdB von 50 (also ab wo wo es den Ausweis gibt) unbegrenzt ist, denn dabei "verlieren" die ja nix. Unser Widerspruch wurde auch zurückgewiesen, aber dann mit der Akteneinsicht hatten wir gesehen dass die bestimmte Berichte gar nicht angefordert hatten und als wir dann Klage einreichen wollten wurden die nachgefordert und es ging dann klar. Die Ämter sind einfach Zecken, die erstmal alles ablehnen. Ist von Stadt zu Stadt auch noch mal verschieden. Hier in Essen ist es ganz übel. Aber dran bleiben lohnt sich eigentlich wenn man genug "Material" hat :)
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Donnerstag, 19. Februar 2015, 20:00

Wie bekommt man denn Akteneinsicht?

Kann ich die als Betroffene einfach schriftlich beim Versorgungsamt beantragen? (Hiermit beantrage ich, Susa, Akteneinsicht oder so ähnlich)?

Bekommt man da die gesamte Akte zugeschickt oder nur einen Teil oder muss man die Akte vor Ort einsehen?

Wäre jedenfalls auch eine Möglichkeit, sich kundig zu machen.

Grüssle von Susa

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 21:58

Hatte das seinerzeit über den Vdk gemacht, die hatten im Zuge der Klagevorbereitung alles angefordert. Klagen war aber dann nicht mehr notwendig. Ich finde es ist ganz ganz wichtig zu den Alltagseinschränkungen viel mit eigenen Worten zu beschreiben, eigentlich haben das fast alle getan, die ich kenne, die Erfolg hatten. Bis auf eine, aber die hatte so viele Klinikaufenthalte dass sie gleich einen GdB von 80 gekriegt hat ohne was zu schreiben ^^
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Susa (20. Februar 2015, 15:53)

Frau_Fauch

unregistriert

13

Freitag, 20. Februar 2015, 14:11

Hallo,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass es von Bundesland unterschiedlich läuft.
"im Ermessen des Bearbeiters" so wie es bereits geschrieben wurde.

Ich habe auch "nur" 30% bekommen. Aber es gibt ja die Möglichkeit zu widersprechen - bei uns muss man das aber alles ganz genau begründen und belegen.
Oder aber man wartet und stellt dann einen "Verschlimmerungsantrag".

Leider dauert da die Bearbeitung wohl sehr lange. Bis zu 6 Monate. Auch werden Dinge oft nicht richtig bewertet oder "es fällt unter den Tisch"...
Man muss irgendwie selbst ein Auge drauf haben und immer nachfragen und haken - wenn nötig andere Schritte einleiten.

Wenn dem Verschlimmerungsantrag statt gegeben wird bekommt man im Schnitt (laut Aussage eines Soz. Arbeiters) 20% mehr (wenn KEINE neuen Diagnosen dazu gekommen sind!) : 30+20=50% und somit auch den Ausweis.

Einfach mal probieren.

Fauchi
*smile1*

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Susa (20. Februar 2015, 15:24)

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14

Freitag, 20. Februar 2015, 15:53

Liebe Paradoxon,

zwar bin ich eingeschränkt im Alltag, ich würde mal sagen, körperlich wie seelisch ungefähr gleich. Aber durch die Therapie haben sich meine psychischen Probleme auf jeden Fall gebessert. Zwar habe ich immer wieder Rückfälle (wie wohl alle hier), aber ich arbeite dran. Da würde ich sogar sagen, habe ich die besseren Chancen, dass ich auf lange Sicht irgendwie die Kurve kriege.

Bei dem Rest kann man davon ausgehen, dass es mit den Jahren schlechter wird. Die kranken Füße und alles, was damit zusammenhängt, habe ich schon von Geburt an und gerade in der letzten Zeit mehr Probleme damit, der Rücken ist in den letzten 4 Jahren (seit OP) auch immer problematischer geworden.

So gesehen, muss ich irgendwann ohnehin Verschlechterungsantrag stellen.

Das mit dem VdK ist wirklich keine schlechte Idee. Da könnte ich mich mal beraten lassen.

Nächste Woche gehe ich zu meiner Ärztin. Mal schauen, was die zu meinem Bescheid sagt.

Grüssle von Susa *blum2*

Susa

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15

Freitag, 20. Februar 2015, 16:17

Liebe Fauchi,

hast Du denn damals Widerspruch eingelegt, als Du die 30 % bekommen hast?

Es gibt zwei Beurteilungen (eine vom Orthopäden, eine von meiner Psychologin) die vom Versorgungsamt angefordert wurden.

Die vom Orthopäden müsste ja nun wirklich sonnenklar sein. Da kann man auch nix beschönigen oder verharmlosen.

Dass das mit der Psyche eventuell falsch bewertet worden sein könnte, leuchtet mir ein. Das ist ja irgendwie auch ein bisschen Auslegungssache. Und da das Versorgungsamt ja sehr sparsam mit den Prozenten umgeht, kann ich mir gut vorstellen, dass da die Dinge evtl. ein wenig "unterbewertet" wurden.

Bei meinem nächsten Therapie-Termin werde ich das ansprechen, meine Psychologin hat ja den Bericht über mich geschrieben.

Ich gehe stark davon aus, Verschlechterungsantrag in einigen Jahren stellen zu müssen, gerade wg. meiner körperlichen Situation.

Es wäre wirklich zu überlegen, noch ein wenig zu warten und dann "stressfreier" auf mehr Prozente zu kommen ... *abc31*

Zunächst speche ich mal die Leute an, die mich kennen, also meine Ärztin und meine Psychologin.

Grüssle von Susa *blum4*

Frau_Fauch

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16

Freitag, 20. Februar 2015, 16:41

Hallo Susa,

Ich habe es so gemacht:

Erstantrag gestellt - habe dann die 30% bekommen.
Bestimmte Dinge wie zum Beispiel, dass ich meine rechte Hand nur eingeschränkt nutzen kann (hatte damals einen Unfall) wurde gar nicht bewertet. Grund: es sei zu "minimal".
Ermessenssache.

Ich habe mir den Widerspruch etc erspart.
Und habe jetzt vor Kurzem den Verschlimmerungsantrag gestellt.
Dauert laut Internetseite mind.115 Tage Bearbeitung.

ich weis von anderen die nicht unbedingt etwas psychisches haben, dass es bei Verschlimmerung - mind 20% mehr gib.
Aber meine Hand dafür kann und werde ich natürlich nicht ins Feuer legen.
Da es ja absolut unterschiedlich sein kann.

In deiner Sache: deine Ärzte zu fragen ist ein guter Gedanke. Sicherlich wissen die so ungefähr, wie bei euch der Hase läuft.

Ansonsten: Verschlimmerungsantrag stellen, ALLE Berichte, Gutachten in Kopie beifügen und ab die Post zum Amt damit und harren welch Dinge da kommen :)
Widerspruch geht ja immer.

Gutes Gelingen
*smile1*

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Susa (20. Februar 2015, 18:32)

17

Freitag, 20. Februar 2015, 18:19

Hallo,

ich habe vor Jahren den GdB eingereicht und bekam 30% - 10% für die seelischen Störungen (ein Witz), 10% für die Fibromyalgie
und 10% für das Restless Leg Syndrom.
Es zählen tatsächlich nur die Einschränkungen, d.h. es wird nichts addiert sondern der Gesamteindruck entscheidet.
Meine Adipositas, die zu einigen Einschränkungen führt (!!) wurde mit in die Fibro gepackt: chron. Schmerzzustand.
Bei mir - in Schleswig-Holstein bekomme ich alle 2 Jahre ein Schreiben mit Überprüfung Dann geht das Gesammele von
Schreiben von meinen behandelnden Ärzten jedes Mal von vorn los.
Beim letzten Mal haben sie dann 10% für die seelischen Störungen mehr entschieden, so dass ich jetzt 40% habe.
Da ich aber eh erwerbsgemindet bin, brauche ich dieses GdB nicht.
Ich brauche die Gleichstellung nicht (die ab 30% auf Antrag möglich ist), da ich nicht arbeite und steuertechnisch mache
ich keinen Bescheid.

Ich könnte aufgrund eines kaputten Knies vielleicht eine Antrag auf Verschlechterung stellen - DAS werden sie mir dann wieder
auf die Fibro schieben.

Taipa

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Taipa« (20. Februar 2015, 18:21)


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Susa (20. Februar 2015, 18:33)

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Freitag, 20. Februar 2015, 18:42

Liebe Frau Fauch,

wie viele Jahre sind vergangen zwischen Erstantrag und Verschlimmerungsantrag?

Ich schätze das bei mir so ein, dass ich, wenn ich so an die letzten 4 Jahre denke, durchaus in weiteren 4 Jahren einen Verschlimmerungsantrag werde stellen können, wenn es denn so weiter geht mit meinen orthopädischen Beschwerden.

An sich ist die Vorgehensweise, wie Du sie beschreibst, auch in meinem Sinne, es sei denn, meine Ärztin sagt klipp und klar und unmissverständlich, dass die 30 % absolut zu wenig sind.

Da ich ohnehin in regelmäßiger orthopädischer und hausärztlicher Behandlung bin, muss ich ja praktisch, wenn es soweit ist, die Ärzte nur bitten, einen neuen akutellen Bericht fürs Versorgungsamt zu schreiben.

Hast Du denn außer der Hand noch andere körperliche Beschwerden?

Grüssle von Susa *blum11*

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Freitag, 20. Februar 2015, 18:50

Hallo Taipa,

was den Gesamteindruck betrifft, bzw. das "Zusammenwürfeln" von Krankheitszuständen vermute ich ganz stark, dass

bei mir einfach die orthopädischen Geschichten zusammengepackt wurden.

Und die Psyche kam auch noch mit rein, somit hatten die einen GdB von 30 %.

Würde man nämlich alles getrennt bewerten, bekäme ich alleine für eine orthopäd. Sache schon einen GbD von 30 %.

Aber klar, der Gesamteindruck entscheidet ... :pinch:

Für die steuerliche Erleichterung, die ich ab jetzt haben werde, bin ich auf jeden Fall schon jetzt dankbar.

Grüssle von Susa *blum11*

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Freitag, 20. Februar 2015, 19:23

Och, das würd ich nichtmal sagen, man bekommt auch nur für körperliche Sachen oft weniger als einem zustünde bzw. sie intepretieren das nach Gutdünken und machen beim ersten Versuch erstmal so wenig wie möglich. Damit sieben sie genug Leute aus, die das dann akzeptieren und keinen Widerspruch einlegen bzw. nicht klagen. :|
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Wolpertinger (20. Februar 2015, 22:46), Susa (20. Februar 2015, 20:06)