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[Erfahrungs-Austausch] Sertralin

Romaniac84

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Sonntag, 22. September 2013, 20:44

Freut mich ebenfalls, Painkiller
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Dani26

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Mittwoch, 25. September 2013, 09:41

Sertralin 50mg

Hallo

Ich habe Sertralin bekommen, jetzt ist meine Frage, wegen dem einnehmen, ich habe Angst die zu nehmen, da ich nicht genau weiss wie die wirken, ich habe 3 Kinder einen 5 Jährigen sohn und 12 Monate Zwillinge. Da ich eine verantwortung zu tragen habe, habe ich Angst die zu nehmen, wie gesagt weil ich Angst habe vor der wirkung.

Könnt ihr mich da etwas beruihgen?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Eni« (20. Januar 2015, 23:26)


Paradoxon

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23

Mittwoch, 25. September 2013, 10:19

Hallo,

wenn du dir unsicher bist, viertel sie doch einfach, ich finde Einschleichen sehr wichtig, das mindert NW und der Körper gewöhnt sich langsam dran. Die Angst vor der Einnahme neuer Medis ist hier auch immer groß. Bis jetzt aber jedes Mal unbegründet und es waren im Laufe der Zeit doch einige.
Im Grunde kann dir natürlich keiner alle Bedenken nehmen, da ja jeder anders reagiert, aber eigentlich kann ich nur sagen "Nur Mut" und nicht zu viel drüber lesen

Viele Grüße und viel Glück
Signatur von »Paradoxon«
Der Glaube an eine übernatürliche Quelle des Bösen ist unnötig.
Der Mensch allein ist zu jeder möglichen Art des Bösen fähig.
— Joseph Conrad —


Das Leben ist ein Kobayashi-Maru-Test...

Painkiller

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24

Sonntag, 29. September 2013, 00:30

Hallo Dani26,

die Angst vor Sertralin kann ich dir etwas nehmen.

Ich nehme Sertralin schon über 3 Wochen und es geht mir damit wirklich besser. Die Depressionen sind überhaupt nicht mehr stark und Nebenwirkungen spüre ich überhaupt nicht.
Es ist genau richtig mit einer halben Tablette anzufangen und dann auf eine Tablette zu steigern.
Nehme die Tabletten am Besten direkt nach dem Aufstehen, denn sie wirken anregend.
Sollte die Wirkung nicht gleich zu spüren sein, ist das auch nicht schlimm. Es braucht ein paar Tage bis eine Besserung auftritt.
Wenn du nach 3 Wochen keine Besserung spürst, solltest du noch einmal zu deinem Arzt gehen.
Ich war nach 3 Wochen auch noch einmal bei ihm, da ich Abends noch starke Depressionen hatte.
So haben wir die Dosis noch einmal erhöht. Die nehme ich zwischen 12 und 17 Uhr.
Dadurch bin ich bis in die Nacht stabil.

Lebst du mit deinen Kindern allein? Ich würde an deiner Stelle mit der Medikation anfangen wenn noch jemand im Hause ist.

Toi, toi, toi.

Viele Grüße
Painkiller

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eni« (15. April 2014, 17:46)


Painkiller

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25

Freitag, 21. Februar 2014, 23:28

Moin,

ich nehme das Sertralin jetzt schon eine ganze Weile und es geht mir damit wirklich gut.

Allerdings habe ich ein Problem, das mich etwas belastet.
Meine Lust auf Sexualität ist zwar noch da, aber ich merke das ich Probleme habe um zum Höhepunkt zu kommen
Eine Freundin meinte, dass es normal ist wenn ich Sertralin einnehme.

Viele Grüße
Painkiller

Inuria

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26

Sonntag, 23. Februar 2014, 18:13

Ich habe Sertralin schon einige Monate. Einige Zeit hat es auch gut geholfen, nur zur Zeit habe ich wieder das Gefühl, es nützt mir gar nichts. Also sehr bald wieder einen Thermin zum abklären.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Frogeye« (25. Februar 2014, 00:52) aus folgendem Grund: nich so detaillierte Angaben bitte.


Romaniac84

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27

Sonntag, 23. Februar 2014, 18:40

Geht mir ähnlich, Inuria.

Der Herzschlag ist während des Tages zeitweise störend
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Sensibelchen

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Montag, 24. Februar 2014, 19:54

Ich nehme Sertralin nun schon bald 3 Jahre und es hat mir wunderbar geholfen.Im Moment reduziere ich und es geht mir nicht wirklich gut dabei. Die Depressionen sind zurück gekommen, ich bin ständig gereizt, aggressiv und den Tränen nah. Ich werde auf keinen Fall das Medikament absetzen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eni« (24. Februar 2014, 20:10) aus folgendem Grund: Bitte KEINE mg Angaben


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29

Montag, 24. Februar 2014, 21:18

Ich bleibe beim Sertralin. Heute habe ich in meinem Therapiegespräch den wahren Grund gefunden warum ich nicht zum Höhepunkt komme.

oblivion

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30

Dienstag, 25. Februar 2014, 12:00

Hallo!

habe in Sachen SSRIs Paroxetin, Citalopram und letztendlich Sertralin verschrieben bekommen. Für mich sind das nur Scheinmedikamente, insbesondere was das Citalopram anbelangt. Sertralin wirkt bei mir in gewissem Grad antriebssteigernd, davon abgesehen jedoch kaum antidepressiv. Insofern kann ich zustimmen, dass man leichter aus den Federn kommt. Aber was danach? Das Grübeln, diese Endlosschleife an Gedanken kommt trotzdem zu Tage. Wenn ich ehrlich bin, bin ich angesichts dieser Erwartungen lieber etwas sediert. Was ich allerdings gerne ausprobieren würde ist Trazodon. Es soll im Gegensatz zu den SSRIs keine sexuelle Dysfunktion verursachen.

Opfer Sertralin

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Donnerstag, 27. Februar 2014, 13:28

Sertralin ist wie alle anderen Serotonin-Wiederaufnahmehemmer bezüglich Depressionen praktisch wirkungslos. Es gibt international keine herstellerunabhängige Studie, die beweist, dass SSRI wirkungsvoller als Placebos sind, aber viele Studien, die die Wirkungslosigkeit belegen. Die Theorie dahinter ist keine wiss. Theorie, sondern ein reiner Marketingtrick.
Sertralin hat wie alle Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verheerende Nebenwirkungen, z.B.:
- narkotisiert alle Gefühle
Folgen: Zerstörung Selbstbewusstsein, Zerstörung Stressfestigkeit, Beeinträchtigung Kommunikationsfähigkeit, insbesondere mit "fremden " Personen, Dämpfung des inneren Antriebs, kein eigener Wille mehr, kein Durchsetzungsvermögen
- Veränderungen im Gehirn, bei längerer Einnahme Genveränderungen, insbesondere zur Steuerung von Drüsen, die Hormone ausschütten, nach neueren Studien verlieren 96 % der Patienten Potenz bzw. Libido völlig.
- zerstört Empathie (Mitgefühl mit anderen Menschen): SSRI haben schon zu Tausenden unmotivierten Morden geführt, z.B. der eigenen Kinder, wildfremder Menschen usw.
- bei vielen drastische Gewichtszunahme, bei meiner Frau in kurzer Zeit um 45 kg
- SSRI vergrößeren die Suizidgefahr!!! Das ist statistisch bewiesen.
- selbst nach Absetzen des Medikamentes kann es monate-, jahrelange oder lebenslande Schäden geben, Stichwort PSSD

Sertralin und Co. werden in großem Umfang zur Ruhigstellung von Senioren in Senioren- und Pflegeheimen eingesetzt, denn Sertralin und Co. macht die Menschen zu willenlosen, antriebsschwachen und z.T. glücklichen Zombies.

Das besonders Perfide am Sertralin und Co. ist, dass die meisten betroffenen Patienten nicht darunter leiden, da ja alle Gefühle unterdrückt werden. Der Arzt erhält den Eindruck, dass der Patient zufrieden ist, aber der Patient ist gar nicht mehr in der Lage, sich realistisch einzuschätzen und gleich gar nicht, einem Arzt zu widersprechen. Leiden tut nicht der Patient, sondern seine Angehörigen, insbesondere der Ehepartner, weil der Patient nur noch ein Zombie ist und auch weil kein Sex mehr stattfindet oder er nur noch lustlos ist. Das Fremdbild ist also völlig anders als das Selbstbild des Patienten. Das Leiden der Angehörigen interessiert die meisten Ärzte überhaupt nicht, Hauptache der Patient ist ruhig gestellt.

Ein Problem ist, dass sich Ärzte in der Regel lebenslang nicht weiterbilden und so von den Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen nicht wissen, z.B. von PSSD.

Anmerkung: gegen einige Folgeschäden des PSSD kann man etwas machen - Hormongabe der fehlenden Hormone.

Gibt es Alternativen?

Zunächst die harte Realität: Es scheint kein einziges Medikament zu geben, was wirklich ursächlich gegen Depressionen hilft. Die Medikamente dämpfen nur, beseitigen aber nicht die Ursache der Depression. Besser sind Stimmungsaufheller und eine Psychotherapie, die die Ursachen der Depressionen aufarbeitet. Nach meinen Erfahrungen (mit meiner Frau) doktern die Psycho-Therapeuthen aber meist nur an Symptomen herum, z.B. lehren Stressbewältigung. Auf meinen diesbezüglichen Vorschlag an die Psychotherapeuthin zur Bewältigung der Ursachen der Depression sagte sie, sie hätte Psychotherapie studiert und nicht ich, also spielt meine Meinung keine Rolle. Stressbewältigungsstrategien sind aber ein Unding, solange SSRI eingenommen werden.
Neben der Psychotherapie zur Bewältigung der echten Ursachen der Depression kommt es meiner Meinung eher darauf an, dem Leben durch positive Gefühle wieder Sinn zu geben anstatt alle Gefühle zu dämpfen. Dazu muss man aber erst einmal in der Lage sein, wieder positive Gefühle hegen zu können und das geht mit Sertralin nicht. Nach Absetzen des Sertralins: Eine Quelle positiver Gefühle kann auch der Sex sein. Der Ehepartner muss hierbei sehr aktiv mitwirken, um viele und intensive positive Gefühle aller Art herbei zu führen - nicht nur beim Sex, damit der/die Patient(in) die Lebensfreude zurück gewinnt.

Hier mal ein Link:
http://www.impotenz-selbsthilfe.de/ursachen/medikamente.html

Unter 5. stehen zum Schluss 4 Antidepressiva, die Potenz und Libido kaum oder nicht beeinflussen, wobei das erste und 4. Mittel wahrscheinlich vorzuziehen sind. Meine Frau bekommt nun das erste der 4 Mittel und schleicht das Sertralin nach und nach aus. Sertralin macht abhängig wie ein Rauschgift und kann deshalb nicht plötzlich abgesetzt werden, da es dann starke Entzugserscheinungen gibt - also langsam Dosierung herab setzen.

Es ist für den Ehepartner sehr schwer, den Patienten/die Patientin davon zu überzeugen, dass sie ein anderes Antidepressiva verlangen soll. Ich musste meine Frau mit brutaler psychischer Gewalt dazu zwingen (Drohung mit Scheidung), aber der Ehepartner muss im Interesse des Patienten da hart sein. Der erste Versuch schlug bei mir fehl. Nachdem ich meine Frau überzeugt hatte (das rationale Denken funktioniert ja noch weitgehend) und ich ihr alle Ausdrucke zur Schädlichkeit von Sertralin und zu möglichen Alternativen mitgab, ging sie frohgemut zu ihrer behandelden Ärztin und kam hasserfüllt zu mir zurück. Die Ärztin hatte bei ihr eine Gehirnwäsche gemacht und ihr empfohlen, sich von mir zu trennen, weil ich sie vom (teuflischen) Sertralin loseisen wollte. Erst über die Uniklinik habe ich es geschafft, dass sie nun ein anderes Mittel bekommt und selbst das war nicht einfach, weil auch dort der Arzt sagte, dass meine Frau ja zufrieden sei und ob ich darunter leide, sei irrelevant. Auch der Arzt an der Fachklinik an der Uniklinik wusste noch nichts von den verheerenden Nebenwirkungen des Sertralins, obwohl es dazu in den letzten 10 bis 15 Jahren viele seriöse Veröffentlichungen gab. Erst nach großem Druck meinerseits hatte ich Erfolg.

Das Geschäft mir den SSRI ist in Deutschland ein Milliardengeschäft und die behandelnden Ärzte werden von den Pharmafirmen regelmäßig bearbeitet bis hin zur Bestechung mit z.B. Urlaubsreisen nach Südafrika, unter dem Vorwand, dass dort 1 h "Weiterbildung" gemacht wird.

Was empfehle ich Euch? Wer Sertralin erst seit kurzen einnimmt, kann sich vielleicht noch selbst aufraffen, ein anderes Medikament zu fordern. Danach kann sich der Patient/die Patientin nicht mehr selbst helfen. Redet mit Euren Ehepartnern und informiert diese und lasst sie selbst im Internet recherchieren (auf seriösen Seiten). Ihr kommt dann nur noch vom Sertralin los, wenn sich der Ehepartner massiv einsetzt, denn die meisten Ärzte sind arrogant von ihrem Nichtwissen überzeugt.

Zwerg

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32

Freitag, 28. Februar 2014, 09:57

NEEEE!!!!

Also was du da geschrieben hast Opfer - das kann ich in keinster Weise bestätigen...

Ich nehme auch diese bösen Medikamente, mir hilft es tatsächlich.
Und mein abprupter absetzt Versuch vor 2 jahren ist leider gescheitert.
Dass das nur Placebos sind ist völliger Blödsinn...

Hallo Oblivion
Sertralin wirkt bei mir in gewissem Grad antriebssteigernd, davon abgesehen jedoch kaum antidepressiv. Insofern kann ich zustimmen, dass man leichter aus den Federn kommt. Aber was danach? Das Grübeln, diese Endlosschleife an Gedanken kommt trotzdem zu Tage. Wenn ich ehrlich bin, bin ich angesichts dieser Erwartungen lieber etwas sediert. Was ich allerdings gerne ausprobieren würde ist Trazodon. Es soll im Gegensatz zu den SSRIs keine sexuelle Dysfunktion verursachen.
Ich würde ja ehr Psychotherapie machen, als mich durch die Medikamentenliste zu wälzen...

Zwerg


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Du musst mich nicht verstehen, aber bitte respektiere mich trotzdem!

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Eni (28. Februar 2014, 10:31)

Painkiller

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33

Sonntag, 2. März 2014, 10:14

Sertralin hat wie alle Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verheerende Nebenwirkungen, z.B.:
- narkotisiert alle Gefühle
Folgen: Zerstörung Selbstbewusstsein, Zerstörung Stressfestigkeit, Beeinträchtigung Kommunikationsfähigkeit, insbesondere mit "fremden " Personen, Dämpfung des inneren Antriebs, kein eigener Wille mehr, kein Durchsetzungsvermögen
- zerstört Empathie (Mitgefühl mit anderen Menschen):
- bei vielen drastische Gewichtszunahme, bei meiner Frau in kurzer Zeit um 45 kg
- SSRI vergrößeren die Suizidgefahr!!! Das ist statistisch bewiesen.

Leiden tut nicht der Patient, sondern seine Angehörigen, insbesondere der Ehepartner, weil der Patient nur noch ein Zombie ist und auch weil kein Sex mehr stattfindet oder er nur noch lustlos ist.
Deine Vorwürfe kann ich so nicht teilen.
Sertralin narkotisiert nicht alle Gefühle. Mein Selbstbewußtsein, meine Stressfestigkeit, die Kommunikationsfähigkeit und der innere Antrieb sind bei mir stärker wie vor der Einnahme von Sertralin. Ich kann mich sogar besser durchsetzen, da meine Stimmung besser ist und ich selbstbewußter bin.
Meine Empathie zu meinen Mitmenschen ist besser als vor der Einnahme von Sertralin.
Unter Gewichtszunahme leide ich auch nicht. Mein Gewicht ist weiterhin stabil.
Das Sertralin die Suzidgefahr vergrößert ist Quatsch. Wieso sollte ich mich umbringen wenn es mir gut geht?

Lustlos bin ich auch nicht und ein Zombie auch nicht. Im Gegenteil, meine Sexualität habe ich wieder rausgekitzelt.
Gibt es Alternativen?

Zunächst die harte Realität: Es scheint kein einziges Medikament zu geben, was wirklich ursächlich gegen Depressionen hilft. Die Medikamente dämpfen nur, beseitigen aber nicht die Ursache der Depression. Besser sind Stimmungsaufheller und eine Psychotherapie, die die Ursachen der Depressionen aufarbeitet. Nach meinen Erfahrungen (mit meiner Frau) doktern die Psycho-Therapeuthen aber meist nur an Symptomen herum, z.B. lehren Stressbewältigung. Auf meinen diesbezüglichen Vorschlag an die Psychotherapeuthin zur Bewältigung der Ursachen der Depression sagte sie, sie hätte Psychotherapie studiert und nicht ich, also spielt meine Meinung keine Rolle. Stressbewältigungsstrategien sind aber ein Unding, solange SSRI eingenommen werden.
Neben der Psychotherapie zur Bewältigung der echten Ursachen der Depression kommt es meiner Meinung eher darauf an, dem Leben durch positive Gefühle wieder Sinn zu geben anstatt alle Gefühle zu dämpfen. Dazu muss man aber erst einmal in der Lage sein, wieder positive Gefühle hegen zu können und das geht mit Sertralin nicht.
Die Medikamente sollen auch nicht die Ursachen der Depressionen beseitigen. Sie sollen nur als Unterstützung dienen.
Sehr wichtig ist die passende Psychotherapie für den Patienten zu finden. Jahrelang wurde ich mit Verhaltenstherapie behandelt. Aber es hat nichts geholfen.
Jetzt bin ich in einer Traumatherapie und habe für mich die passende Psychotherapeutin gefunden. Die Fortschritte in den ersten Monaten sind ganz toll. Mit einer guten Psychotherapie steigen auch wieder die positiven Gefühle. Es geht mir viel besser als im Herbst letzten Jahres.
Ich weiß, die Suche nach einer passenden Psychotherapeutin ist sehr schwierig. Das habe ich jahrzehntelang erleben müssen.

Painkiller

unregistriert

34

Samstag, 17. Januar 2015, 07:38

Moin,

ich nehme seit 2014 Sertralin und ich vertrage das Sertralin ganz gut.

Seit es mir durch die Therapie viel besser geht, habe ich ein größeres Hungergefühl auf Süßigkeiten und habe zugenommen.
Ist das normal? Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht?
Gibt es eine Alternative zu Sertralin, die nicht das Hungergefühl stärkt, sondern senkt?

Viele Grüße
Painkiller

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Frogeye« (17. Januar 2015, 09:24) aus folgendem Grund: Gewichtsangaben


painfully

Chaos-Bande auf dem Weg ins Licht

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Samstag, 17. Januar 2015, 09:27

Huhu painkiller

Wir haben auch mal sertalin genommen, auch wenn wir dadurch nicht zugenommen haben. Wir hatten es damals auch gut vertragen, allerdings waren wir bei der für unser Gewicht maximalen dosis angekommen und es reichte nicht.

Seit dem bekommen wir venlafaxin (auch trevelior genannt). Das ist auch antriebssteigernd, wir vertragen es sehr gut und zugenommen haben wir auch nicht. Das hab ivh auch mehrfach nachgefragt bei unserem krankenpfleger hier dem ich sehr vertraue und der meinte auch dass man davon nicht zunimmt (für uns wegen der Essstörung auch enorm wichtig, sehr viel angst vorm zunehmen). Ich kenne auch einige andere die das nehmen und davon ebenfalls nicht zugenommen haben.

Aber das sind nur meine Erfahrungen, medikamente wirken ja bekanntlich bei jedem anders. Hast du mal deinen Psychiater darauf angesprochen?

Liebe grüße, painy
Signatur von »painfully«
Mein Leben ist ein Teufelskreis,
immer wieder gelange ich an den Punkt,
an dem ich genau weiß:
Egal, wie ich es tue, es ist sowieso falsch.

Und selbst wenn ich denke, ich mache etwas richtig,
gelange ich immer wieder an den Punkt,
an dem ich erkennen muss:
Jetzt ist alles noch schlimmer als vorher...

by painfully

Stella

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Samstag, 17. Januar 2015, 10:58

Hallo painkiller!

Also bei mir war es so, dass ich das Sertralin auch mal über 1/2 Jahr nahm.
Ich musste aber damit aufhören, weil es bei mir absolut gar nicht wirkte - es ging mir immer schlechter damit.
Dann bin ich auf Venlafaxin umgestiegen und bin bis heute damit zufrieden.
Habe auch nicht zugenommen dabei - es wirkt bei mir gut gegen die Depression und auch (leicht) antriebssteigernd.
Mein Neuro hat mir für einen besseren Antrieb dann noch Wellbutrin dazu gegeben.
Diese Kombination passt für mich nun.

Liebe Grüße, Stella
Signatur von »Stella«
Immer wieder mal nehme ich meine Angst an der Hand und sage zu ihr

Komm, wir machen das jetzt zusammen

Painkiller

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Sonntag, 1. Februar 2015, 11:15

Moin,

letzten Donnerstag war ich bei meinem Arzt und habe ihn gefragt woran es liegt das ich so zunehme?

Ganz einfach: Durch weniger Stresshormone habe ich deutlich mehr Appetit und Heißhunger auf Süßes.
Mein Arzt meinte, ich solle mir einen Termin bei einem Ernährungsberater geben lassen. Er könne mir besser helfen.
Das Sertralin soll ich bis 1 Jahr nach dem Auslaufen meiner Traumatherapie weiter nehmen.

Viele Grüße
Painkiller

ultrafialove

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Freitag, 27. Februar 2015, 01:50

Nebenwirkung

AhA!

Höchst interessant ^^

Ich dachte immer, ich hab nur vom Seroquel zugenommen.

An der Stelle möchte ich euch gern nach einer Nebenwirung fragen. Ich hatte vom Sertralin schlimmstes Sodbrennen und musste mich übergeben, einmal sogar mit Blut.
Daraufhin gab es eine Magenspiegelung. Weil dabei nix sinnvolles rauskam und die Beschwerden nicht besser wurden, habe ich das Sertralin abgesetzt.

Hat irgendjemand von euch auch so eine ähnliche Nebenwirkung gehabt? Sie scheint eher untypisch zu sein, aber kommt wohl v.a. vor, wenn man zusätzlich Schmerzmittel genommen hat (hab ich aber nicht)

Liebe Grüße,

fia.
Signatur von »ultrafialove« "Dem weht kein Wind, der keinen Hafen hat, nach dem er segelt" M. de Montaigne

Firlefanz

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Montag, 8. Juni 2015, 00:08

Hallo ultrafialove,

ich nehme Sertralin nun seit knapp zwei Monaten und anfangs musste ich mich auch zweimal übergeben (ohne Blut). Nach den ersten Einnahmetagen bekam ich einen Magenschutz dazu (Pantoprazol), seitdem habe ich keine Probleme mehr.

Mein Psychi sagte mir anfangs, dass es bei der Einnahme von Sertralin zusammen mit blutverdünnenden Schmerzmitteln (sofern man diese regelmäßig - und in der Größenordnung von 3 - 4 Tabletten - nehmen muss), zu Gerinnungsstörungen kommen kann.

Zudem soll die Anzahl der Patienten bei denen Sertralin antriebssteigernd respektive schlaffördernd wirkt 50 / 50 betragen. Soweit ich weiß, so gut wie das einzige Medi, bei dem keine der beiden Wirkungen überwiegt.

Ich weiß, die Beiträge sind bereits einige Monate alt, aber vll bringt's dem ein oder anderen ja doch noch etwas
Signatur von »Firlefanz« Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen, der erste Eindruck täuscht viele.
Und nur die Klugheit einiger weniger nimmt wahr, was so gründlich verborgen schien.


Phaedrus (röm. Dichter)

cay

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Montag, 6. Juli 2015, 00:35

@ultrafialove, auch wenns schon n halbes Jahr her ist - japp. Habe ich auch. Habe aber wegen chron. Nasennebenhöhlenentzündung ne Weile recht viel Ibu genommen. Ich hatte schon vorher vom Sertralin auf nüchternen Magen sodbrennenartige Magenschmerzen, nach dem Essen wars aber kein Problem.
Das ging dann aber wieder los, als ich ben mit Ibuprufen angefangen habe - sofortige, heftige Schmerzen inkl. Übelkeit bis zum Umarmen der Kloschüssel.

Aktuell nehme ich Pantoprazol dazu, kein Ibu mehr und Sertralin nicht auf nüchternen Magen und hoffe, dass es weiterhin klappt. Ich will das Sertralin nicht absetzen, weil ich den Eindruck habe, dass es mir wirklich hilft. Aber ich fürchte, das wird auf lange Sicht nicht gut gehen, Termin beim Psychiater deswegen steht noch aus. Mal sehen, was er für ne Alternative hat.